Food Fotografie von den Profis lernen – mit diesem Ziel fuhr ich letzten Samstag voller Vorfreude nach Düsseldorf zum Food Fotografie Workshop mit Ronja und Anja, die beide einen großen Food Kanal auf Instagram betreiben. Denn wer kann besser vermitteln, wie man schöne Foodfotos macht, als jemand der mehrere tausend Menschen mit seinen Kreationen begeistert. An dieser Stelle noch mal Danke an meinen besten Monsieur Cake, der mir diesen Kurs zu Weihnachten schenkte.

Statt fand dieser Workshop beim Gewürzhersteller Just Spices, der uns seine umwerfende Küche für den Tag zur Verfügung gestellt hat. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich noch nie so eine tolle, gut ausgerüstete Küche in einem Büro gesehen habe. Genauer habe ich selten überhaupt irgendwo so eine Küche gesehen. Für das Geschirr was die Schränke verbargen, würde ich einiges tun. Außerdem hatten Ronja und Anja ein riesen Arsenal an Dekoelementen – von Geschirrtücher über Bretter bis Kuchengitter –  und viele tolle Fotountergründe mitgebracht. Was würde ich für diese Sammlung an Props (Utensilien zum Anrichten der Speisen) geben!

Nach einer wirklich herzlichen Begrüßung und dem ersten Beschnuppern mit den anderen Teilnehmern, ging es für uns alle in einen Besprechungsraum. Dort durfte sich jeder vorstellen und es war sehr interessant zu sehen aus welchen Gründen die anderen teilnahmen und welche Ziele sie damit erreichen wollen. Anschließend gab uns Ronja eine theoretische Einführung in die Food Fotografie. Sie hat es geschafft uns sehr praxisnah so wichtige Themen wie Belichtung, Kameraeinstellungen usw. nahzubringen, ohne zu theoretisch zu werden und damit zu überfordern oder zu langweilen.

Dann ging es endlich an den Praxisteil und damit ans Fotografieren. Anja hatte super leckere vegane Tartelettes, Muffins und Kuchen gebacken. Das war übrigens mein erstes Mal, dass ich veganes Gebäck gegessen habe und ich muss sagen es war wirklich gut. Außerdem befand sich auf dem Buffet alles was das Foodfotografen Herz begehrt. Verschiedene Sorten Beeren, Joghurt und Pudding, Schoko- und Kokosraspeln, Nüsse, Minze, Kakaonibs, Nussmus und vieles mehr. In Zweier-Teams durften wir uns dann Fotomotive aussuchen, dekorieren und anrichten. Was tatsächlich bei der Fülle an Props gar nicht so einfach war – viel kann auch überfordern. Ich hätte die Sachen trotzdem gerne zuhause ;).

Und dann hieß es ran an die Kameras! Ronja und Anja gingen währenddessen herum, beantworteten Fragen und gaben Tipps. Ich wünschte ich hätte die beiden immer neben mir, aber ich denke in einigen Monaten wird die Routine kommen. Sie haben jedenfalls versprochen, dass das alles Übungssache ist ;).

Während wir fleißig fotografierten und die anderen Sets begutachteten, verging die Zeit wie im Flug. Zum Mittagessen bekochten uns unsere beiden Mentorinnen mit einem leckeren Gericht von Just Spices, das gleichzeitig auch das Motiv für das herzhafte Shooting darstellte. Ich fotografiere bzw. poste ja hauptsächliches Süßes und Gebackenes, trotzdem war es super spannend das Pasta Gericht zu fotografieren und ich habe natürlich trotzdem etwas gelernt. Dadurch, dass die warmen Gerichte ja schnell kalt werden, durften wir während des Kochens schon das Set anrichten, sodass dann nur noch die Nudeln platziert werden mussten. Dann wurde wieder drauf los fotografiert. Nach 30 Minuten Shooting war die Pasta natürlich kalt und musste vor dem Essen noch mal erwärmt werden. Ein absoluter Vorteil von Kuchen und Torten, die bekanntlich eh schon kalt sind.

Nachdem alle in Ruhe gegessen hatten, ging es noch einmal in den Besprechungsraum und gemeinsam schauten wir uns die Ergebnisse des Tages an. Echt Wahnsinn was da für Fotos entstanden sind. Das hätte ich tatsächlich zu Beginn des Tages nicht erwartet! Zu guter Letzt verriet uns Ronja noch einige ihrer Tricks im Bearbeitungsprogramm Lightroom und zeigte uns ihre Vorher-Nachher Fotos. Besonders beruhigend und auch motivierend war es ihre ersten Fotos von vor 4 Jahren zu sehen. Da kriegt man doch Hoffnung, dass man auch mal so gut wird. Sie hat sich nämlich auch alles selbst beigebracht. Man muss also kein gelernter Fotograf sein!

Toll fand ich, dass beide sich auch über das geplante Ende des Workshops hinaus noch Zeit nahmen und mit Geduld all unsere Fragen beantworteten. Mit einer Goodie Bag verabschiedeten uns Ronja und Anja dann und entließen uns in den Feierabend.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich wirklich viel gelernt habe, tolle Menschen kennenlernen durfte und mit einer riesen Portion Motivation nachhause fuhr. Das Ergebnis und meine Entwicklung wirst du ja dann in den nächsten Monaten hier auf dem Blog und auf Instagram sehen! 🙂

Warst du auch schon mal auf so einem Workshop? Wenn ja hast du viel dabei gelernt? Und wenn nein würdest du gerne mal einen machen?

Ich freue mich auf deine Nachricht!